Die Domestizierung von Tieren durch Menschen endete nicht mit der Ausbeutung ihrer Fähigkeiten zu friedlichen Zwecken. Sie wurden auch gezüchtet und trainiert für den Krieg. Sie sollten Lasten tragen, schwere Waffen bewegen oder selbst an Kämpfen teilnehmen, indem sie durch ihre Schnelligkeit oder ihre Masse den „Kampfwert“ von Kriegern und Soldaten steigerten. Je mehr Menschen über die Sinne von Tieren durch Forschung und Experimente erfuhren, desto weiter wurde das Spektrum von deren militärischer Nutzung. Und das gewöhnlich jenseits moralischer Bedenken.
Zwei Mitarbeiter des Militärhistorischen Museums der Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, Oberstleutnant Thomas Janke und Dr. Gerhard Bauer, werden das Thema aus zwei verschiedenen Perspektiven behandeln.
Thomas Janke wird in einer Überblicksdarstellung vermitteln, welche Rollen Tiere im Militärwesen bis heute spielen. Dabei wird deutlich, dass sich Menschen die unterschiedlichsten Fähigkeiten von Tieren zu Nutzen machen. Dazu zählen auch deren Sinne, die meist die menschliche Sensorik bei weitem übertreffen.
Gerhard Bauer, hingegen, wird sich mit den tierischen Gefährten und Leidensgenossen der Heere des Dreissigjährigen Krieges befassen, wie sie auch 1632 bei Lützen Geschütze zogen, Kürassiere, Lanzierer oder Dragoner in den Kampf trugen und letztlich zu Tausenden auf dem Schlachtfeld verendeten.
Eintritt frei!
Weitere Informationen folgen in Kürze!