Museum Lützen 1632

Der 6./16. November 1632 machte Lützen zu einem Schauplatz der Weltgeschichte.

Geschichte eindrücklich erleben

An den Schwedenkönig erinnert der Gustav-Adolf-Stein unter einem gusseisernen Baldachin, an die vielen Soldaten das am 31. Oktober 2024 eröffnete "Museum Lützen 1632".

Die Museumsausstellung zeigt die politische Ausgangslage, den militärischen Aufmarsch und die gesellschaftlichen Auswirkungen der Schlacht bei Lützen bis hin zu den heutigen Untersuchungen im Rahmen der Schlachtfeldarchäologie. Originale Artefakte, wissenschaftlich konstruierte Lebensläufe der gezeigten Individuen und historische Gemälde sensibilisieren den Besucher für diese Zeit und damit vor allem für die Schrecken eines jeden Krieges.

47 und die Schlacht ohne Sieger

Zwei Armeen, 35 000 Soldaten, ein König - die Schlacht bei Lützen gilt als eine der verlustreichsten Schlachten des religiös motivierten Dreißigjährigen Krieges. Am Ende des 6./16. November 1632 waren der schwedische König Gustav II. Adolf und mit ihm bis zu 9 000 Kämpfer beider Seiten tot. Der eine wurde ehrenhaft gebettet, die anderen eher eilig bestattet.

Das 2011 entdeckte Massengrab mit 47 Individuen nördlich der Landstraße Lützen-Leipzig gilt als das bisher einzige der Lützener Schlacht von 1632. Nach der aufwendigen Bergung, einer zeitintensiven Präparierung und wissenschaftlichen Untersuchung wurde es von November 2015 bis Mai 2016 zunächst im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale), dann von Oktober 2018 bis April 2019 im Naturhistorischen Museum in Wien gezeigt. Seit Oktober 2024 bildet das senkrecht ausgestellte, dreieinhalb mal viereinhalb Meter große und rund 1,6 Tonnen schwere Massengrab das Herzstück des "Museums Lützen 1632" - in unmittelbarer Nähe seines Fundorts.

Jedes einzelne der 47 Skelette wirkt dabei ebenso erschütternd, wie die Gesamtheit der ineinander und übereinander geworfenen, sinnlosen Opfer einer Schlacht ohne Sieger. Sie machen das "Museum Lützen 1632" zu einem eindrücklichen Ort der Besinnung, des Gedenkens und der Mahnung.

Blick in die Ausstellung